Die Mentalball-Therapie des Stotterns

… als 5 Tage Basisseminar Stufe I und als individuelle Intensiv-Einzeltherapie

Stottern hemmt die Betroffenen in ihrer Lebensentfaltung – es schränkt ein und führt häufig tendenziell zur sozialen Isolation. Da der Mensch jedoch von Natur aus ein soziales Wesen ist (und über die Sprache wichtige Austauschbeziehungen mit anderen Menschen ablaufen) wird durch das Stottern ein wesentliches Grundbedürfnis in hohem Maße eingeschränkt.

Gerade in Schule, Studium, im Beruf, beim Flirten, eigentlich im gesamten öffentlichen Leben wirkt sich Stottern als oft starke Beeinträchtigung von Freude und Lebensqualität aus.

Mitmenschen reagieren meist hilflos wenn ein Mensch mit Stotterproblematik vor ihnen steht: Vor dem Sprecheinsatz ist alles ganz normal weil mit dem bloßen Auge keinerlei Behinderung erkennbar ist  –  aber meist schon mit dem ersten Ton ist die Überraschung da und man weiß nicht richtig wie man sich verhalten soll.

Die Betroffenen fürchten diese Überraschung, erleben ihr Problem fast wie eine Willkühr: Manchmal geht das Sprechen richtig gut ohne dass man weiß warum – ein anderes mal ist fast gar nichts mehr möglich. Oder es fängt erst gut an so dass man sich selber schon wundert, dann mittendrin brechen
die Blockaden über einen herein und man möchte am liebsten im Boden versinken; andere stottern
in fast allen Situationen. Nur wenn man allein zu Hause ist dann ist das Symptom oft ganz weg!

Stottern ist eine Beeinträchtigung des Sprechflusses die meist situativ unterschiedlich auftritt: Abhängig von Personen, Situationen, Wörtern, Buchstaben und der eigenen Stimmungs-/ und Stresslage versuchen die Betroffenen irgendwie klar zu kommen – sie vermeiden bestimmte Wörter oder Silben, scheuen es im Mittelpunkt des Interesses zu stehen und benutzen viele Ersatzwörter oder Hilfslaute sowie teilweise aufwendige Umschreibungen. Vom Auftreten her sind Stotterer eher angepasste, höfliche Menschen die Konflikten u. Wortgefechten aus Angst vor Niederlagen oder peinlichen Sprechsituationen lieber aus dem Weg gehen.

Nach dem heute aktuellen Stand der Wissenschaft liegen dem Stottern in den meisten Fällen unbewuß- te (emotionale) Konflikte oder Traumata als Ursache zu Grunde - nur sehr viel seltener als bisher angenommen spielen neurologische/erbliche Ursachen eine Rolle. In renommierten wissenschaftlichen Kreisen geht man heute davon aus dass durch erlebte negative Emotionen bereits im Mutterleib und im Kleinkindalter die DNA der Körperzellen sich negativ verändern kann ( Dr. Bruce Lipton, ehem. Stanford University USA) - und durch geeignete (therapeutische) Maßnahmen wieder regenerieren kann.


Unbewusste emotionale Konflikte und Traumata führen über begleitende negative Gefühle und Gedanken (Angst, Verunsicherung …) oft zu körperlichen Auswirkungen – beim Stottern den typischen Verkrampfungen der am Sprechprozess beteiligten Muskeln in Bauch, Brust, im Hals und Kopfbereich und einer meist völlig falschen Atmung. Die Medizin verwendet hier den Begriff Psychosomatik (körperl. Symptome mit emotionalem/seelischem Hintergrund).

Die Entwicklung und Anwendung der Mentalball-Methode zur Therapie des Stotterns baut auf diesen Zusammenhängen auf: Die Auslöser der Blockaden und die für das Stottern sehr typischen Wort- und Silbenwiederholungen, der Vermeidungen usw. sind teils bewusste teils unbewusste negative Gedanken und Gefühle, tief verwurzelte negative Glaubenssätze (das schaffe ich nie...) sowie schmerzliche Erinnerungen an die vielen Versagenssituationen die sich wie ein Angst- und Vermeidungspanzer über die Sprache legen. Das verstärkt sich gegenseitig und schaukelt sich auf zu gewohnheitsmäßigen negativen Erwartungen. Diesen Teufelskreis gilt es zu durchbrechen.

Diese komplexen Themen erfordern den Einsatz von Verfahren die in die Tiefe gehen - die sowohl das Bewusstsein wie das Unterbewusstsein erreichen. Techniken aus Energetischer Psychologie, EMDRAtemtherapie und v.a. Hypnotherapie erfüllen diesen Anspruch weil mit ihrer Hilfe das negative Denken, Fühlen u. Handeln von innen heraus entmachtet u. aufgelöst werden kann - der Körper, die Atmung und das Sprechen sich dadurch zunehmend entkrampft. Aus diesem Ansatz heraus entstand die Mentalball-Methode zur Therapie des Stotterns die im Laufe der Jahre über die tägliche Praxisarbeit immer weiter optimiert werden konnte.

--> Die Mentalball-Methode für freies, flüssiges und  natürlich klingendes Sprechen

Die Mentalball-Methode ist eine ganzheitliche Sprachtherapie die auf Ihren Körper, auf Ihre bewussten und unbewussten Gedanken, auf Ihre Gefühle sowie auf Ihr Verhalten gleichermaßen lösend und entkrampfend einwirkt mit dem Ziel neue Lebensfreude durch flüssiges Sprechen zu erreichen.

Der Name Mentalball steht für die gedankliche (mentale) Vorstellung eines prallrunden Energieballes der fest mit der Atmung gekoppelt ist und wie ein starker Sprechmotor den Sprechprozess unterstützt und ihn am gleichmäßigen Laufen hält.
Dieses Vorstellungsbild ist ein treuer Begleiter für den täglichen Gebrauch und wird mit zunehmendem Therapiefortschritt immer zuverlässiger und leistungsfähiger „erlebt“.


Das Ziel der Mentalball- Methode ist nicht eine Modifizierung der Stotter-Symptomatik, ist nicht eine Sprechweise die sich unnatürlich bzw. künstlich - verfremdet anhört. Eine solche Sprechweise passt nicht gut zur Persönlichkeit des Menschen und wird nur selten akzeptiert.

Das Ziel der Mentalball–Methode ist befreites, flüssiges und natürlich klingendes Sprechen – (fast) so wie beim Nichtstotterer der auch nicht immer perfekt spricht.

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Welche Bausteine/Module verwendet die Mentalball – Methode?

1. Zwerchfell-Atemtechnik:

Diese Atemtechnik basiert auf Nasen(ein)atmung und angespannt gehaltenem Bauchmuskel während des Sprechens. Diese Technik wird intensiv trainiert um das Zwerchfell wie auch alle anderen Muskeln im Bauchraum zu einem starken Sprechmotor aufzubauen. Das gibt Kraft und Ausdauer beim Sprechen, entlastet Atmung und Stimme vom anstrengenden Druck u. Pressen und unterstützt wohltuend die Stimmresonanz: Die Stimme klingt mit zunehmendem Trainings- fortschritt voller, tragfähiger und viel überzeugender.


2. Energetische Psychologie Techniken (MET/EFT):

Mit der MET/EFT-Klopftechnik lassen sich neg. Erwartungen / Gefühle / Gedanken / Zweifel die das Sprechen sabotieren in vielen Fällen schnell und effektiv reduzieren bzw. ganz auflösen so dass man emotional frei wird von Betroffenheit, Traurigkeit, Scham oder Versagensangst. Die Folge wird als Harmonisierung des Denkens und Fühlens - als eine Art innerer Frieden erlebt. In diesem Ruhezustand wird das Sprechen von innen her entlastet und Selbstvertrauen, Mut, Zuversicht und Freude können wachsen.

Eine besondere Stärke der Energetischen Psychologie sind Techniken zur Umprogrammierung sogenannter Psychologischer Umkehrungen: Das sind negative Glaubenssätze u. destruktive Überzeugungen die einer Besserung im Wege stehen bzw. diese verhindern. Durch einfache Armmuskeltests kann dies herausgefunden u. dann mit MET/EFT individuell aufgelöst werden.

3. EMDR (Eye Movement Desensitisation & Reprocessing):

Die EMDR-Behandlungen sind erst in jüngster Zeit in die Mentalball-Methode aufgenommen worden. Der Grund ist einfach: Es hatte sich gezeigt dass in bestimmten Fällen diese Methode schneller an die kritischen Themen heranführt und die Belastungen auflöst als mit MET/EFT und so der Prozess insgesamt optimiert wird.
Gerade wenn die Gefühle z.B. durch Verdrängung nicht deutlich gespürt werden kann mit Hilfe eines Fingertests die Belastung trotzdem gefunden und aufgelöst werden. Auch bei Menschen die überzeugt sind nicht gut in Hypnose gehen zu können erfolgt eine EMDR-Behandlung um diese Blockade zu neutralisieren.


4. Integrative Hypnose und Hypnotherapie:

Nach dem Verständnis der Psychosomatik ist Stottern die Auswirkung / Folge von verdrängten seelischen Konflikten, Traumen oder anderen Überlastungen. Ein anderer Mensch hätte bei ähnlichen Erlebnissen vielleicht ein anderes Symptom entwickelt - beim Stottern ist eben die Sprache das schwache Glied in der Kette wo die Erschütterung sich ausdrückt.
Da der Stotterer (in der Regel) bewußt nicht weiß warum er stottert ist es nur logisch das Un- bewusste mit einzubeziehen und es zu befragen. Hierfür empfiehlt sich Integrative Hypnose und Hypnotherapie wie kaum ein zweites Verfahren. In der Trance können lösende und befreiende Suggestionen verankert werden die die Mentalball-Methode im Alltag stabilisieren und es können verschiedene Wege und Strategien zum Einsatz kommen um die emotionalen Wurzeln zu finden und sorgfältig zu behandeln.
Das Ziel ist hier den Zustand zu erreichen dass das Belastende nicht mehr emotional belastet, es ist dann verarbeitet.  Der Sprechprozess kann sich so immer mehr in Richtung auf befreites Sprechen entwickeln.

Wichtig ist zu wissen dass nicht nur dramatische Geschehnisse zu Konflikten/Traumen führen können sondern auch dauerhafte Gefühlszustände wie Ich bin unerwünscht oder Ich darf es nicht sagen (es gibt viele andere Fälle) und dass diese Umstände von den Bezugspersonen in der Regel weder gewollt noch wahrgenommen wurden. Entscheidend ist dass die Person (i.d.R. das Kind) es geglaubt und dann verdrängt hat.

5. Das Mentalball-Sprechtraining:

Mit der richtigen Atmung, zunehmend befreit von Ängsten, Konflikten und Selbstzweifeln erfolgt die aktive Umsetzung in den sprecherischen Alltag: In Vorleseübungen, Diskussionen zu aktuellen Themen und Kurzvorträgen (teils mit Videoaufzeichnung) wird das flüssige Sprechen verfestigt und eingeübt. Telefontrainings mit steigendem Schwierigkeitsgrad, freies Sprechen in der Öffentlichkeit (Bestellungen im Cafe, Fragen bei Einkäufen,  Ansprechen von Passanten zur Wegbeschreibung etc.) sowie eigene Themen / Situationen der Teilnehmer aus Schule, Beruf und Privatleben runden die Therapie ab.

Zusammenfassend läßt sich sagen:

Menschen die Stottern stellen sich Wörter, Buchstaben, Sätze die sie sprechen wollen oft bildlich / gedanklich in allen Einzelheiten vor u. spüren dabei Angst. Sie versuchen dann die Sprechausführung bewusst zu konstruieren und sie zu kontrollieren - und verstärken / verfestigen dadurch Ihre Schwierigkeiten!

Das Mentalball-System verfolgt genau das Gegenteil: Der Sprechprozess soll wieder zunehmend unbewusst ablaufen - so wie es bei einem Nichtstotterer der Fall ist -  und die Aufmerksamkeit soll sich nur auf den Sprechinhalt richten.

Mit der Kombination der genannten Verfahren ist das Mentalball-System hervorragend auf die verschiedenen Aspekte des Stotterns abgestimmt und flüssiges und natürlich klingendes Sprechen kann sich zunehmend entwickeln.

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Ich freue mich darauf Sie kennen zu lernen - für Fragen stehe ich gerne zu Ihrer Verfügung!